In mehreren Deutschen Parteien wird derzeit ein neues Grundsatzprogramm diskutiert. Und wir Schwule und Lesben beobachten dabei genau, wie sich die politischen Blöcke zur Gleichberechtigung von Homosexuellen Lebensweisen positionieren.
Ehe und Familie genießen den besonderen Schutz des Staates. Diese grundgesetzliche Festlegung wird von den konservativeren Kreisen heran gezogen, um die ausschließliche Fixierung auf die Hetero-Ehe zu legitimieren. In der Hetero-Ehe läge nämlich die Keimzelle des Volkes, nur hier würden Kinder gezeugt, geboren und erzogen, um den Bestand des Staates auf alle Zeit zu sichern.
Diese, sagen wir „völkische Betrachtungsweise“ erinnert uns an eine nationalistische Nachwuchspropaganda alter Zeiten.
Doch lassen wir diese ideologischen Fragen einmal beiseite. Betrachten wir doch einmal die Auswirkungen der Heterosexualität auf die Umwelt. Sprechen wir einmal von Bevölkerungsexplosion. Im Jahre 1804 – so schätzt man – lebte eine Milliarde Menschen auf diesem Planeten. Schon 1999 wurde die Sechs-Milliarden-Grenze überschritten und die nächste Milliarde wird voraussichtlich schon in fünf Jahren erreicht sein.
Kann dieses so ungebremst weitergehen? Schon jetzt steht die Ökologie vor dem Zusammenbruch. Die natürlichen Ressourcen der Erde werden in schädlichen Ausmaßen ausgebeutet, die Energiereserven gehen in absehbarer Zeit zur Neige, die Ernährung dieser Menschenmassen ist bereits jetzt nicht ausreichend gesichert. Millarden Menschen müssen hungern. Der Homo Sapiens, oder vielmehr die unendliche Ausbreitung desselben, ist zu einer Plage für diesen Planeten und somit nicht zuletzt für sich selbst geworden.
In diesem Szenario, welches uns einen baldigen, schleichenden Weltuntergang erahnen lässt, wird immer noch die Fahne der Allheilbringenden Heterosexualität hochgehalten. Gehet hin in alle Welt und vermehret Euch. Die Menschen hören darauf und vertreiben sich die Langeweile durch hemmungslosen verschieden geschlechtlichen Sex. Die Folge: Noch mehr Kinder. Dass aber kein Platz auf dieser Welt für noch mehr Kinder ist, ist im extatischen Lustrausch den Heteros anscheinend egal. Dieses Verhalten ist schlichtweg verantwortungslos. Und hier entlarvt sich die Widernatürlichkeit, die Perversität der männlich-weiblichen Vereinigung: Sex wider die Natur, die es nicht mehr schafft, die lieben Kleinen, die Erzeugnisse der heterosexuellen Vereinigung, ausreichend zu ernähren.
Das einzig legitimierte Gegenkonzept wird von der katholischen Kirche in Form von Enthaltsamkeit propagiert. Kein Sex mehr auf alle Zeiten. Wohin diese Aufrufe führen, ist aus den Verführungsskandalen abzulesen, mit denen sich die Katholische Kirche weltweit auseinandersetzen muss: Es sind angeblich zölibatäre Priester, die den Nachwuchs verführen. Alles spricht also dafür, dass die Empfehlungen zur Sexverweigerung wider die menschliche Natur sind. Also ist keinen Sex zu haben, auch pervers.
Wenn aber nun die Heterosexualität widernatürlich ist, aber auch die Enthaltsamkeit als Perversität einzuordnen ist, was bleibt dann übrig.
Die logische Schlussfolgerung kann nur eine kultivierte Homosexualität sein. Nur in der mann-männlichen Liebe ist der Keim des hemmungslosen Zeugens nicht verborgen, und nur in der Beziehung zwischen Frau und Frau findet Fortpflanzung allenfalls aufgrund von Vernunft gesteuerten Planungen statt. Eine unkontrollierte Vermehrung der Menschheit ist im homosexuellen Milieu nicht festzustellen.
Hier drängt sich also eine alternative Problemlösung auf. Alle bisherigen Maßnahmen konnten nicht verhindern, dass die vorwiegend heterosexuell dominierte Menschheit sich in immer kürzeren Abständen um jeweils eine weitere volle Milliarde vermehrte. Die Heterosexualität als solche hat sich als unökologische Lebensform erwiesen, die zurückgedrängt werden sollte.
Ein Ausweg kann also nur in der Förderung der Homosexualität auf breiter Basis sein. Die gesamte Menschheit ist aufgefordert, umzusteuern. Liebt schwul – poppt lesbisch! Dies sollten die Schlachtrufe für eine zukunftsgewandte Gesellschaft sein. Nur unter homosexuellen Bedingungen ist eine nachhaltige Entwicklung der Menschheit auf lange Zeit gesichert.
Es wird nicht mehr lange dauern, bis hier dargestellten Schlussfolgerungen in die öffentliche Vernunft Einzug halten. Dann ist der Schritt nicht mehr weit, die notwendigen Umorientierungsmaßnahmen für den Großteil der heterosexuellen Menschheit umzusetzen, unterstützt durch staatliche Kampagnen, flächendeckend, und möglichst als kostenlosen Angebot für jeden Betroffenen.
Die politischen Parteien sollten die Zeichen der Zeit schleunigst erkennen und ihre Parteiprogramme entsprechend dieser Erkenntnisse reformieren. Nicht die Ehe, sondern die Homo-Ehe gilt es zu fordern.
Nur so können wir als Menschheit auf diesem Planeten überleben.
Wir machen mit einem ersten Aufruf an alle Männer den Anfang, um unseren Planeten das Überleben zu sichern:
Ihr Männer dieser Welt: Rettet die Erde – werdet Schwul!